Stummfilm


Der Dialog zwischen Klang und Bild

Einen Stummfilm zu begleiten heißt nicht zu illustrieren. Es heißt zuzuhören.

Dem Rhythmus des Schnitts zuhören, dem Licht, den Gesichtern, den Stillen zwischen den Zwischentiteln. Und antworten — in Echtzeit, ohne Netz, im Augenblick.

Jede Vorführung ist einzigartig. Derselbe Film, zweimal begleitet, klingt nie gleich. Das ist die Natur der Improvisation: Der Film führt, die Pianistin folgt, und etwas entsteht zwischen beiden, das keinem von beiden gehört.


Laufbahn

Deborah begleitet Stummfilme seit Mitte der 1990er Jahre, zunächst im Filmmuseum in Brüssel, dann auf Festivals und in Cinematheken weltweit.

Festivals und Spielstätten

Il Cinema Ritrovato
Il Cinema Ritrovato Bologne
Festival Internacional de Cine de Morelia
Festival Internacional de Cine de Morelia Mexique
Festival Internacional de Cine de Guadalajara
Festival Internacional de Cine de Guadalajara
Filmoteca de la UNAM
Filmoteca de la UNAM Mexico
Cineteca Nacional
Cineteca Nacional Mexico

Aktuelle Entwicklung

Klavier und Synthesizer

Für bestimmte Filme reicht das Klavier allein nicht mehr aus. Deborah erforscht den Einsatz des Synthesizers zur Erweiterung der klanglichen Palette — elektronische Texturen, die die pianistische Geste erweitern, ohne sie zu ersetzen.

Metropolis

Fritz Lang, 1927

Langs visueller Gigantismus verlangt nach Schichten, Grollen, einer Größe, die das Klavier allein nicht tragen kann.

Chang

Cooper & Schoedsack, 1927

Dieser in Siam gedrehte Dokumentarfilm verlangt nach beispiellosen Klangfarben: der Wald, die Tiere, eine immersive Natur.


Im Le Papillon

Jeden Monat kuratiert und begleitet Deborah eine Vorführung im Le Papillon, in Mexiko-Stadt. Ein treues Publikum, ein intimer Ort, sorgfältig ausgewählte Filme.

Es ist ebenso Labor wie Aufführung.

Der Film braucht mich nicht. Aber zusammen können wir etwas schaffen, das vorher nicht existierte.