Biografie


Deborah Silberer liest ihre ersten Partituren mit drei Jahren. Mit fünf beginnt sie Klavier zu spielen. Mit sieben gibt sie ihr erstes Konzert — ein Stück von Daniel Türk und eine Bagatelle von Beethoven.

Die Kindheit ist geprägt von Schülerkonzerten, mehrmals im Jahr. Musik ist keine Wahl. Sie ist eine Muttersprache.


Sie studiert an der Hochschule in Deutschland, eine strenge klassische Ausbildung. Dann Brüssel. Eine Pause. Eine Stille.

Und ein Neubeginn.


Mit dreiundzwanzig entdeckt sie das Filmmuseum in Brüssel. Man vertraut ihr die Live-Begleitung von Stummfilmen an. Es ist eine Offenbarung: Das Klavier ist nicht mehr eine einsame Übung vor einer Partitur. Es wird zu einem lebendigen Dialog mit dem Bild, der Zeit, dem Publikum.

Sie arbeitet dort bis 2000 und begleitet Hunderte von Vorführungen.


Dann Mexiko. Zehn Jahre, zwanzig Jahre. Die Festivals von Morelia, Guadalajara, Durango. Die Filmoteca de la UNAM, die Cineteca Nacional. Il Cinema Ritrovato in Bologna. Hunderte von Filmen, Tausende von Improvisationen.


Heute in Mexiko ansässig, tritt Deborah regelmäßig im Le Papillon in Mexiko-Stadt auf, wo sie die Filme, die sie begleitet, selbst kuratiert. Sie komponiert für das Theater, erforscht erweiterte Klaviertechniken und verfolgt eine Suche: die nach einem Klang, der sich Kategorien entzieht.


Die klassische Ausbildung nährt die Improvisation, aber sie schränkt sie nicht ein.
Journey
~1970
First scores

Reads her first music scores at three.

~1972
Piano begins

Starts piano at five.

~1975
First concert

Daniel Türk and a Beethoven Bagatelle.

~1985
Hochschule

Rigorous classical training in Germany.

~1990
Cinema Museum

Brussels. Silent film accompaniment begins.

~2000
Mexico

Morelia, Guadalajara, Durango festivals. Filmoteca de la UNAM.

2010s
Bologna & theatre

Il Cinema Ritrovato. Theatre composition.

2020s
Le Papillon

Monthly screenings in Mexico. Piano and synthesizer.